Fingerzinken
Allgemeines:
Das Zinken ist eine mehrfache Verzahnung keilförmiger oder gerader Zapfen, die man Zinken
bzw. Schwalbenschwänze nennt. Man wählt diese Verbindung zum Zusammenbau von
Vollholzflächen, da die so verbundenen Teile ungehindert schwinden und quellen, sich aber
nicht werfen können. Weil diese
Verbindung gleichzeitig auch schmückend wirkt, muss man die Einteilung der Zinkung
sorgfältig vornehmen.
Bei dieser Eckverbindung laufen alle Schnitte parallel zueinander. Um das
Öffnen zu verhindern, werden die Zinken miteinander verleimt. Die
Fingerzinkung wird aufgrund der leichten, maschinellen Herstellbarkeit auch für die
Serienfertigung von Möbeln eingesetzt.
|
|
Arbeitsplan
- Hölzer zuschneiden, aushobeln, ablängen und bestoßen
- Zeichnen der Hölzer
- Anreißen der Holzstärke: Zinkenstück
auf Flächen,
Zapfenstück rundherum
- Zapfeneinteilung vornehmen (siehe Formel und Regel)
- Zapfenteilung an beiden Teilen anreißen (Jede Markierung einzeln in
das Sreichmaß einstellen und an beiden Teilen anreißen)
- Abfallendes Holz kennzeichnen
- Zapfenstück einsägen (auf halben Riss; im abfallenden Holz)
- Zapfen freistremmen und absetzen
- abgerissene Passung mit Hilfe des Zapfenstücks nochmals überprüfen
- Zinkenstück einsägen (auf halben Riss; im abfallenden Holz)
- Zinken ausstemmen
- Verbindung einpassen
- Innenflächen putzen
- Verleimen
- Putzen und Kanten brechen
|
- Formel für Fingerzinkung und Fingerzapfen:
Holzbreite (mm) =
Anzahl der Teile
Holzstärke (mm)
(runden auf ganze, ungrade Zahl)
Regel: (Teilbreite sollte immer kleiner als die Holzstärke sein)
Wenn Teilbreite > Holzstärke,
dann Anzahl der Teile +2
|
Zeichnung
|
Erklärungen zu den
Arbeitsschritten |
|
|
|
|

|
 |
Quellenverzeichnis (Grafiken):
Bundesinstitut
für Berufsbildung (BIBB), Berlin:
Holzverbindungen und Verbindungsmittel
Beuth Verlag GmbH
Berlin 1986, 3. unveränderte Auflage
ISBN 3-410-38386-7 (Bestellung)
weitere Grafiken von Volker Scharfe