Eiche
Kurzzeichen gem. DIN 4076: Eiche (EI)
Eiche (Quercus),
Oak, Chene Bilder: Baum und Rinde |
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Familie: Fagaceae Europa: (EI) Nordamerika: (EIW
und EIR) Asien (Persien und
Japan): (EIJ) |
Stiel-Eiche (Quercus robur, Syn. Q. pedunculata) Sommergrün, fast ganz Europa, im Norden bis Schottland, Südschweden und Südfinnland, im Osten bis zum Ura1, im Süden Kaukasus und Kleinasien mit Ausnahme der südrussischen Steppe, im Süden Balkan, Italien, nördliches Spanien; winterhärter und trockenresistenter als die Trauben-Eiche und daher weiter verbreitet. Im Mittelalter Grundlage der Schweinemast und des Schiffbaus in Europa, auch heute noch gesuchtes Nutzholz. Höhe 30-40m, Krone unregelmäßig locker, knorrig. Traubeneiche
- Wintereiche (Quercus petraea, Syn. Q. sessiliflora) Korkeiche
(Quercus suber) Stechpalmen-Eiche
(Quercus ilex) Zerreiche
(Quercus cerris) Mazedonische
Eiche (Quercus trojana, Syn. Q. macedonica) Ungarische
Eiche (Quercus frainetto) Lucombe-Eiche
(Quercus x hispanica) 'Lucombeana' Pyrenäische
Eiche (Quercus pyrenaica) Roteiche
(Quercus rubra, Syn. Q. borealis) Turners
Eiche (Quercus x turneri) Shumard-Eiche
(Quercus shumardii) Weißeiche
(Quercus alba) Sumpf-Weißeiche
(Quercus bicolor) Gelbeiche
(Quercus velutina) Haareiche
- Flaumeiche (Quercus pubescens) - südl. Europa, Westasien und
Kaukasus. Raschwüchsig. Höhe bis 20m. |
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| Baumbeschreibung: | Die Eiche zählt zu den wertvollsten Holzarten unserer Wälder. Wächst sie geschlossen im Waldbestand auf, bildet sie 12 bis 15 m lange, astfreie und damit wertvolle Stämme mit Durchmessern von 40 bis über 100 cm. Besonders berühmt sind die Spessarteichen. Wenn diese Bäume ab einem Alter von etwa 240 Jahren als Furnierstämme geerntet werden, haben sie Höhen von bis zu 40 Metern erreicht. Gut bekannt sind die gelappten Blätter der Eiche. Freistehende Eichen sind oft knorrige Baumgestalten mit einem dicken, kurzen Stamm und einer breit ausladenden Krone. Solche Bäume erreichen oft ein hohes Alter. Es sind über 1000jährige Eichen bekannt. Für beste Furniereichen werden auf Versteigerungen nicht selten Preise von über 10.000 DM je Kubikmeter erreicht. Es wachsen auch Maserknollen. |
| Holzbeschreibung: |
Stieleiche
Farbe: Kernholzbaum. Die deutschen Eichen haben einen etwa 2,5 bis 5 cm breiten, gelblichweißen Splint, der sich deutlich vom graugelben Kernholz absetzt. Je nach Herkunft und Art dunkelt das Kernholz später zu einer hellbraunen bis dunkelbraunen Farbe nach. Frisches Schnittholz kann häufig einen leicht rötlichen Schimmer haben. Die Amerikanische Roteiche hat stets einen blassrötlichen Farbanflug. Die hellgelbe, gleichmäßige Färbung ist neben der Jahrringbreite das entscheidende Qualitätsmerkmal. |
Struktur: Die Gefäße sind im Frühholz grob und ringförmig angeordnet, im Spätholz klein und in radialen Gruppen, als einzelne kaum erkennbar. Die Porenrillen sind deutlich und bestimmen tangential die Fladerung. Die auffallend breiten Holzstrahlen sind radial als mehr oder minder große deutliche Spiegel zu erkennen, tangential als dunklere Striche. Der übergang vom Früh- zum Spätholz ist bei der Stieleiche weit weniger schroff als bei der Traubeneiche. Im Frühholz hat die Stieleiche meist eine mehr-reihige Porenanordnung, die Traubeneiche nur ein bis zwei Porenreihen. Diese hat auch kleinere und rundere Poren. Die Holzstrahlen sind bei der Stieleiche glänzender als bei den matteren Spiegeln der Traubeneiche. |
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| Eigenschaften: | Abhängig von Standort und Wuchsbedingungen muss mit erheblichen Gewichtsschwankungen gerechnet werden (Amerikanische Weißeichen sind meist etwas schwerer). Mäßig schwindend. Die Breite der Jahrringe bzw. das Verhältnis des Früh- zum Spätholzanteil bestimmt entscheidend das Gewicht und damit auch Eigenschaften und Eignung: breite Jahrringe über 3 mm, d. h. mehr Spätholz, bedeuten grobes und hartes Holz; schmale Jahrringe von 1 bis 2 mm ergeben mildes, zartes Holz; Jahrringbreiten von 2 bis 3 mm ergeben eine halbmilde und mittelharte Ware. Je breiter der Splint, um so härter ist in der Regel das Holz. Auch Graufärbung bedeutet, dass es sich um hartes Holz handelt. In der Regel ist das Holz der Traubeneiche etwas schwerer. Eichenholz hat in frischem und feuchtem Zustand einen intensiven säuerlichen Geruch (Gerbsäure). Eisenmetalle verursachen bei Feuchtigkeitseinwirkung dunkle Verfärbungen. Das Kernholz ist witterungsbeständig und sehr dauerhaft. Fehler: Wasserreiser (Klebgäste) und Röschen, starke Krümmungen, Drehwuchs, Mark- oder Strahlenrisse, Farbfehler (Lohflecken = Wasserstreifen, Korrosionsflecken, Vergrauung), Mondringe, Krebs sowie sehr breite Holzstrahlen (= Spiegel). Amerikanische Weißeichen können dunkle Verfärbungen aufweisen (minerals). Trocknung: Eiche stapelt man zunächst im Freien. Die Hirnenden sind zu schützen. Regenwasser spült die Gerbsäure aus und macht das Holz milder und spannungsfreier. Bleibt aber Wasser im Stapel stehen, bilden sich braune Flecken (Lohflecken). Nach etwa einem Jahr muss das Holz in einem gedeckten, luftigen Schuppen gelagert werden. Verarbeitung: Furnierherstellung: Messern und Sägen, wobei die Fällzeit sich qualitativ stark auswirken kann. Die Bearbeitung des Eichenholzes verlangt große Sorgfalt (zum Einmessern etwa 8 Stunden dämpfen) sowie sorgfältig geschärfte Werkzeuge. Grundsätzlich ist Eichenholz gut zu bearbeiten. Der Einschnitt auf einem Horizontalgatter ist zu bevorzugen. Es ist sehr langsam und kontinuierlich in der Kammer zu trocknen; einmal getrocknet, hat es ein gutes Stehvermögen. Die Freilufttrocknung ist besonders auch für Furniere die beste Form; sie dauert für Schnittholz mehrere Jahre. Die Stapelung ist besonders sorgfältig mit Fichten-Stapellatten durchzuführen. Die Oberflächenbehandlung bereitet keine grundsätzlichen Schwierigkeiten. Bei deckenden Anstrichen soll vorher angeschliffen werden. Doppelbeizen, Räuchern und Kalken wird für Eichen gern empfohlen. |
| Beständigkeit: | Kernholz sehr witterungsfest und dauerhaft, Splintholz
sehr anfällig für Pilz- und Insektenbefall. |
| Verwendung: | Aus Eichenfurnierholz werden hochwertige Furniere eingemessert: bei milden Qualitäten bis 1,8 mm Dicke, bei hartem Holz 1,8 ; 2,5 und 2,7 mm. Radial ergibt Spiegeleiche, und Quartier lässt breite Holzstrahlen als glänzende Querbänder erscheinen. Der rustikale Möbelstil verlangt keine milde, sondern mehr mitteljährige Ware. Eichenvollholz wird je nach Qualität verschieden und vielseitig eingesetzt; die schweren und grobjährigen Sortimente für stark beanspruchte Konstruktionen im Innen- und Außenbau (auch Fenster), Brücken- und Wasserbau, Boots- und Waggonbau sowie für Parkett, Bier- und Weinfässer. Ein besonderes Sortiment stellt die Mooreiche dar. Hierbei handelt es sich um viele 1000 Jahre unter der Erde bzw. unter Wasser luftdicht abgeschlossene Stämme, die sich durch die chemische Gerbstoffreaktion braun bis blauschwarz verfärbt haben. |
| Daten: |
- Traubeneiche (Quercus petraea) |
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| - Kurzzeichen nach DIN 4070: | EI | ||
| - Rohdichte bei einer Holzfeuchte von u = 12 bis 15% (r12 - r15) | |||
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- Mittelwerte : |
0,69 g/cm3 | |
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- Grenzwerte : |
0,43 - 0,96 g/cm3 | |
| - Raumdichte (R) Mittelwerte: | 577 kg/m3 | ||
| - Differenzielles Schwind-/Quellmaß für Bereich u = ~5% bis u = ~20%: | |||
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|
- Schwindmaß V radial: | 0,16 % je 1% Holzfeuchte-Änderung | |
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|
- Schwindmaß V tangential: | 0,36 % je 1% Holzfeuchte-Änderung | |
| - Wärmeleitfähigkeit nach DIN 4108: | 0,13 - 0,20 W/(m·K) | ||
| - Mittlere elastische Eigenschaftswerte: | |||
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- Elastizitätsmoduln E: | EII = 13000 N/mm2 | |
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|
EIr = k.A. N/mm2 | ||
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|
EIt = 1000 N/mm2 | ||
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|
- Schubmoduln G: | long/radial = 1150 N/mm2 | |
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|
long /tangential = 800 N/mm2 | ||
| - Mittlere Festigkeitswerte ("Bruchfestigkeiten"): | |||
| - Zugfestigkeit ZBII | ZBI : | 90 - 110 N/mm2 | 4,0 N/mm2 | ||
| - Druckfestigkeit: | 55 - 65 N/mm2 | ||
| - Quetschgrenze: | 11 N/mm2 | ||
| - Biegefestigkeit: | 94 - 110 N/mm2 | ||
| - Scherfestigkeit: | 11 N/mm2 | ||
| - Torsionsfestigkeit: | II20 N/mm2 | I11 N/mm2 | ||
| - Bruchschlagarbeit: | 60 - 75 kJ/m2 | ||
| - Biegeschwingungsfestigkeit: | k.A. N/mm2 | ||
| - Härte nach Brinell bei 12% HF: | HBII = 66 N/mm2 | ||
| HB┴ = 34 N/mm2 | |||
| - Härte nach Janka bei 12% HF: | HJII = 69 N/mm2 | ||
| HJ┴ = 45 N/mm2 | |||
| Werte beziehen sich auf eine Holzfeuchte von u = ~12%. | |||
| Daten: |
- Stileiche (Quercus robur) |
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| - Kurzzeichen nach DIN 4070: | EI | ||
| - Rohdichte bei einer Holzfeuchte von u = 12 bis 15% (r12 - r15) | |||
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- Mittelwerte : |
0,67 g/cm3 | |
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- Grenzwerte : |
0,43 - 0,96 g/cm3 | |
| - Raumdichte (R) Mittelwerte: | 577 kg/m3 | ||
| - Differenzielles Schwind-/Quellmaß für Bereich u = ~5% bis u = ~20%: | |||
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- radial: | 0,16 % je 1% Holzfeuchte-Änderung | |
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- tangential: | 0,36 % je 1% Holzfeuchte-Änderung | |
| - Wärmeleitfähigkeit nach DIN 4108: | 0,13 - 0,20 W/(m·K) | ||
| - Mittlere elastische Eigenschaftswerte: | |||
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- Elastizitätsmoduln E: | EII = 13000 N/mm2 | |
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EIr = k.A. N/mm2 | ||
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EIt = 1000 N/mm2 | ||
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- Schubmoduln G: | long/radial = 1150 N/mm2 | |
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long /tangential = 800 N/mm2 | ||
| - Mittlere Festigkeitswerte ("Bruchfestigkeiten"): | |||
| - Zugfestigkeit ZBII | ZBI : | 90 - 110 N/mm2 | 4,0 N/mm2 | ||
| - Druckfestigkeit: | 52 - 61 N/mm2 | ||
| - Quetschgrenze: | 11 N/mm2 | ||
| - Biegefestigkeit: | 88 N/mm2 | ||
| - Scherfestigkeit: | 11 N/mm2 | ||
| - Torsionsfestigkeit: | II20 N/mm2 | I11 N/mm2 | ||
| - Bruchschlagarbeit: | 60 - 75 kJ/m2 | ||
| - Biegeschwingungsfestigkeit: | k.A. N/mm2 | ||
| - Härte nach Brinell bei 12% HF: | HBII = 64 N/mm2 | ||
| HBI = 41 N/mm2 | |||
| - Härte nach Janka bei 12% HF: | HJII = 65 N/mm2 | ||
| HJI = k.A. N/mm2 | |||
| Werte beziehen sich auf eine Holzfeuchte von u = ~12%. | |||
Quellenverzeichnis (Grafiken):
Dahms, Klaus Günther:
Das kleine Holzlexikon, (Roto-Fachbibliothek Band 1)
Wegra Verlag GmbH
Tamm 1996, 7. Auflage
Humphries
/ Press / Sutton:
Der Kosmos- Baumführer, Europäische Laub- und Nadelbäume
Kosmos Verlag GmbH
Stuttgart 1990, 4. Auflage [Bei
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Nourney, Vollmer GmbH & Co.
Tabellenbuch Holztechnik
Verlag Europa-Lehrmittel
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Jürgen Sell
Eigenschaften und Kenngrößen von Holzarten
Baufachverlag Lignum
Schweizerische Arbeitsgemeinschaft 1997, 4. Auflage [Bei
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