Makore
Die westafrikanischen Hölzer Makore und Douka sind botanisch sehr nahe verwandt; sie entsprechen sich im Aussehen uni in den Eigenschaften so weitgehend, daß beide Arten oft für den gleichen Zweck verwendet werden und daher gemeinsar zu beschreiben sind. - Das mit diesen beiden Hölzern ebenfalls nahe verwandte und ein steigendes Interesse erhaltende Moabi sowie andere sehr ähnliche Hlzer werden im Merkblatt 97 beschrieben.
| Botanische Bezeichnungen |
Tiegemella heckelii, |
| Natürliche Verbreitung |
von Makoré - Elfenbeinküste, Ghana, Guinea, Liberia, Nigeria; |
| Weitere Handelsnamen | Baku (für Makoré), Okola (für Doukai); vgl.: "Anmerkungen". |
| Kurzzeichen nach DIN 4076 Blatt 1 | MAC DUK |
| Beschreibung | |
| Stammform | Astfreie Längen bis 30 m und Durchmesser von 0,7-1,0-2,0 m, wobei Makore grundsätzlich die stärkeren Abmessungen aufweisen kann; rund und geradschäftig. |
| Farbe und Struktur des Holzes |
Splint 4 bis 8 cm breit, bei geringeren Durchmessern junger Bäume auch breiter; Färbung blaß rosa. Kernholz hellrot bis rotbraun, teils durch dunklere Spätholzzonen schwach gefladert und auf Radialflächen leicht streifig. |
| Gesamtcharakter | Mäßig porige, glattflächige und farblich meist einheitlich rötlichbraune Hölzer. |
| Abweichungen | Durch verschiedene Faserabweichungen teils mit dekorativen Strukturbildern, wie regelmßige oder auch schachbrettartig vernetzte Glanzstreifen, besonders bei Makoré. Nachteilig ist das Vorkommen von Narben auf der Stammoberfläche, welche auf den Furnieren als strukturelle Abweichungen erkennbar bleiben (Flecken, Blitze). |
| Handelsformen | Rundholz in Durchmessern von 0,7 bis 2 m und Längen von 4 bis über 10 m, oft unterschieden nach „schlicht" (fil non droit) und „bunt" (fil droit); Schnittholz in allen Abmessungen, meist als Blockware; Messerfurniere meist 0,6 mm sowie Mikrofurniere; Sperrhölzer aus Schälfurnieren, auch wasserfest verleimt (Bootsbauplatten) oder beschichtet (Schalungsplatten); Parkett (DIN 280). |
| Daten | |
| Gewicht | |
| - ungetrocknet (Rundholz) |
ca. 850 kg/m³ |
| - darrtrocken | ca. 0,62 g/cm3 |
| Druckfestigkeit (lufttrocken) | ca. 53 N/mm2 |
| Biegefestigkeit (lufttrocken) | ca. 103 N/mm2 |
| (Mittelwerte für Makoré; die Werte für Douka schwanken um 5 bis 10 %, vereinzelt auch mehr, über denen von Makoré.) | |
| Eigenschaften | Mäßig harte, gleichmäßig dichte und elastische Hölzer, etwa mit Sapelli vergleichbar, die aufgrund der meist zylindrischen Stammform und großen Abmessungen eine gute Ausnutzung ermöglichen. Beide Hölzer sind wegen ihres oft gleichmäßigen Aufbaus gut messer-, schäl- und verleimbar. Frischer Putz, alkalische Leime sowie Eisenmetalle führen auf feuchtem Holz zu Verfärbungen. Die Bearbeitung des frischen Holzes bereitet keine Schwierigkeiten; mit zunehmender Trocknung wird jedoch wegen mikroskopisch feiner Kieseleinlagerungen eine Hartmetallbestückung der Werkzeuge notwendig, um ein zu schnelles Stumpfen zu vermeiden. Hobelware zeigt eine gute Kantenfestigkeit. Für Verschraubungen und Nagelungen ist mit scharfen aber nicht zu schnell laufenden Bohrern vorzubohren (Brennen). - Wegen der durch Säge- und Schleifstaub eintretenden Reizung der Schleimhäute sind Absauganlagen und gut belüftete Werkstätten erforderlich. Die Trocknung von Schnittholz verläuft im allgemeinen schneller und mit weniger Qualitätsbeeinträchtigungen als bei den anderen afrikanischen Rothölzern entsprechender Dichte. Das Stehvermögen des getrockneten Holzes ist befriedigend, bei schlichtem Makore gut, so daß keine konstruktiven Beschränkungen bestehen, bei Rahmenhölzern ist Riftschnitt zu empfehlen. Die trockenen Kernhölzer von Makore und Douka sind in hohem Grade widerstandsfähig gegen Pilz- sowie Insektenbefall. |
| Oberflächenbehandlung |
Makore, wie auch Douka kann matt und hochglänzend behandelt werden. Daneben besteht vor allem für die hellen Qualitäten eine besondere Eignung für färbende Verfahren und das Bedrucken. - Für die Außenbehandlung sind anwendbar: |
| Verwendungsbereiche |
Aufgrund der guten Festigkeitseigenschaften, der homogenen und feinen Struktur, der Pilzresistenz, des Stehvermögens und der großen Abmessungen sind Makore und Douka vielseitig einsetzbare Holzarten. Eine besondere Bedeutung für diese beiden Arten ist der Einsatz als überwiegend gemessertes Sichtfurnier, vor allem für Möbel, Vertäfelungen und Trennwände, wobei die Vielfalt des Furnierbildes von großem Vorteil für eine unterschiedliche Verwendung sein kann; für Furnierplatten im Bootsbau oder als Sperrholz mit beschichteter Oberfläche für Betonschalungsplatten; als Vollholz im Außenbau für Rahmenkonstruktionen, wie Fenster, Fensterwände, Türen und Tore sowie für Gartenmöbel, Pergolen und Verbretterungen; außerdem im Fahrzeug- und Bootsbau; im Innenausbau massiv für Treppen, Bänke, Tische, Möbelteile, Parkett, Wand- und Deckenverkleidungen. Austauschhölzer Anmerkungen |
| Literatur | Anonymus: Bootsbauhölzer; Bundesamt f. Wehrtechnik, VG 8/244/1, BeuthVertrieb Berlin. A.T.I.B.T.: Nomenclature Generale des Bois tropicaux. Nogent-sur-Marne 1982? Farmer, R. H.: Handbook of Hardwoods. B.R.E Princes Risborough/G.B. 1972. C.T.F.T.: Makore u. Douka, in Bois et Forêt des Tropiques, No. 41/42, Nogentsur-Marne 1955. Dahms, K.-G.: Afrikanische Exporthölzer. DRW-Verlag, Stuttgart 1982. Gottwald, H.: Handelshölzer. Ferdinand Holzmann-Verlag, Hamburg 1958. |
Quellenverzeichnis:
Mit freundlicher Genehmigung
des
Gesamtverbands Deutscher Holzhandel e.V. (GDHolz) / AAHolz GmbH
www.holzhandel.de
Wer liefert Holz? - Suchdatenbank von holzhandel.de


