Zwetschge
Kurzzeichen gem. DIN 4076: Zwetschge/Pflaumenbaum (PB)
Kultur Pflaume
(Prunus domestica), Zwetschge, Zwetschke, Zwetsche Die Zwetschge oder Quetsche, Haus- oder Bauernpflaume genannt, ist ein Steinobstgewächs. Ob sie vor zweitausend Jahren aus der Schlehe, der Kirsche oder der Damaszener Pflaume hervorging, ist unklar. In Griechenland wurde die Pflaume schon vor 2500 Jahren kultiviert. Im 2. Jahrhundert v. Chr. kam sie nach Italien. Seit der Pflaumenbaum in Europa Wurzeln schlug, ist die Frucht immerzu mit fremden Früchten und Früchten aus eigener Sippschaft gekreuzt worden . Der römische Schriftsteller Plinius berichtet im ersten Jahrhundert n.Chr von Kreuzungen und erklärt verschiedene Verfahren des Propfens. Sechzehn Jahrhunderte später beschreibt Meister Elsholtz, der mehr als zwanzig Pflaumensorten aufzählt, unsere Zwetschge wahrscheinlich als ungarische Pflaume. Im 18. Jh. versuchte sogar die Polizei durch Verbote bestimmter Pflaumensorten übersicht zu schaffen. Das deutsche Wort "Zwetschge" stammt von "Damascener" ab, nach Damaskus benannt, dem Ursprung des Pflaumenhandels! Zwetschgen sind länglich eiförmig, mit an beiden Enden spitzem Stein. Das Fruchtfleisch ist von feinsäuerlichem Geschmack. Die verschiedenen Sorten dieser Spezies haben unterschiedlich gefärbte Früchte: Diese können gelb, rot oder grün sein, sind aber meist blauviolett. Bei Zwetschgen löst sich der Stein leicht vom Fruchtfleisch, bei Pflaumen (im engeren Sinne) dagegen nicht. |
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Familie: Rosaceae-Prunoideae - Rosengewächse Kultur
Pflaume (Prunus domestica) |
Verwandte Arten: Schlehe,
Schwarzdorn (Prunus spinosa) Haferschlehe
(Prunus insidiua) Kahle
Pflaume (Prunus cocomilia) Aprikose
(Prunus armeniaca) Kirsch-Pflaume
(Prunus cerasifera) Alpen-Pflaume
(Prunus brigantinä) Pfirsich
(Prunus persica) Mandel
(Prunus dulcis) |
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| Baumbeschreibung: | Die Stämme dieser aus dem Orient stammenden, heute fast nur kultiviert wachsenden Bäume erreichen nur geringe Dimensionen, selten mehr als 2 m Länge und Durchmesser bis 30 cm. Gesamthöhe bis 10 m. |
| Holzbeschreibung: |
Farbe: Rot- bis violett-braun mit hellen und dunklen Streifen und Adern, auffallend ist die stellenweise sehr intensive violette Tönung, die allerdings im Laufe der Zeit verblasst. Splint gelblich. |
Struktur: Zerstreutporig, feinjährig, gleichmäßige Struktur. Poren sehr fein, ohne Hilfsmittel nicht sichtbar; Markstrahlen fein, dichtstehend, gerade noch zu erkennen; Jahrringe deutlich, unterschiedlich breit. Im Längsschnitt sind Porenrillen nicht sichtbar; radial viele kleine, dunkle Spiegel; feine, weniger auffällige, dunkle Fladerung bzw. Streifung, von dieser unabhängig sehr oft lebhafte, dunkle, violette, unregelmäßige Streifen; gehobelte Flächen glänzend. |
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| Eigenschaften: | Das Holz ist hart, sehr fest, etwas spröde, gut zu bearbeiten. Es schwindet stark und ist im Freien nicht dauerhaft. Verarbeitung: Es ist sauber zu bearbeiten, zu drehen und zu schnitzen. |
| Beständigkeit: | nicht witterungsbeständig, gering beständig gegen Pilzbefall, gegen Insektenbefall mäßig beständig. |
| Verwendung: | Die geringen Dimensionen beschränken die Verwendungsmöglichkeit dieses sehr dekorativen Holzes. Bevorzugt für Drechslerarbeiten, Fasshähne, Messergriffe, Schnitzereien, Blasinstrumente und ähnliches; auch als Furnier für kleinere Möbel und Einlegearbeiten. |
| Daten: |
- Zwetschge (Prunus domestica) |
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| - Kurzzeichen nach DIN 4070: | - | ||
| - Rohdichte bei einer Holzfeuchte von u = 12 bis 15% (r12 - r15) | |||
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- Mittelwerte : |
0,80 g/cm3 | |
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- Grenzwerte : |
0,75 - 0,85 g/cm3 | |
| - Raumdichte (R) Mittelwerte: | k.A. kg/m3 | ||
| - Differenzielles Schwind-/Quellmaß für Bereich u = ~5% bis u = ~20%: | |||
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- Schwindmaß V radial: | k.A. % je 1% Holzfeuchte-Änderung | |
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- Schwindmaß V tangential: | k.A. % je 1% Holzfeuchte-Änderung | |
| - Wärmeleitfähigkeit nach DIN 4108: | k.A. W/(m·K) | ||
| - Mittlere elastische Eigenschaftswerte: | |||
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- Elastizitätsmoduln E: | EII = k.A. N/mm2 | |
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EIr = k.A. N/mm2 | ||
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EIt = k.A. N/mm2 | ||
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- Schubmoduln G: | long/radial = k.A. N/mm2 | |
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long /tangential = k.A. N/mm2 | ||
| - Mittlere Festigkeitswerte ("Bruchfestigkeiten"): | |||
| - Zugfestigkeit ZBII | ZBI : | k.A. N/mm2 | k.A. N/mm2 | ||
| - Druckfestigkeit: | 56 N/mm2 | ||
| - Quetschgrenze: | k.A. N/mm2 | ||
| - Biegefestigkeit: | 80 N/mm2 | ||
| - Scherfestigkeit: | k.A. N/mm2 | ||
| - Torsionsfestigkeit: | k.A. N/mm2 | ||
| - Bruchschlagarbeit: | k.A. kJ/m2 | ||
| - Biegeschwingungsfestigkeit: | k.A. N/mm2 | ||
| - Härte nach Brinell bei 12% HF: | HBII = 56 N/mm2 | ||
| HB┴ = 33 N/mm2 | |||
| - Härte nach Janka bei 12% HF: | HJII = 87 N/mm2 | ||
| HJ┴ = k.A. N/mm2 | |||
| Werte beziehen sich auf eine Holzfeuchte von u = ~12%. | |||
Quellenverzeichnis (Grafiken):
Dahms, Klaus Günther:
Das kleine Holzlexikon, (Roto-Fachbibliothek Band 1)
Wegra Verlag GmbH
Tamm 1996, 7. Auflage
Humphries
/ Press / Sutton:
Der Kosmos- Baumführer, Europäische Laub- und Nadelbäume
Kosmos Verlag GmbH
Stuttgart 1990, 4. Auflage [Bei
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Nourney, Vollmer GmbH & Co.
Tabellenbuch Holztechnik
Verlag Europa-Lehrmittel
Haan-Gruiten 1998, 1. Auflage [Bei
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Jürgen Sell
Eigenschaften und Kenngrößen von Holzarten
Baufachverlag Lignum
Schweizerische Arbeitsgemeinschaft 1997, 4. Auflage [Bei
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Zwetschke