Nussbaum
Kurzzeichen gem. DIN 4076: Nussbaum (NB)
Nussbaum (Juglans regia), Noyer Commun,
Black
Walnut Bilder: Baum und Rinde |
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Familie: Juglandaceae - Walnussgewächse Juglans regia = Walnussbaum (europ.), Noyer Commun, auch z. B. französischer, italienischer und kaukasischer Nussbaum genannt. Juglans nigra = Black Walnut, auch amerikanische Nuss oder Schwarznuss genannt. Weitere amerikanische Nussbäume sind: Claro Walnut (= Juglans hindsii) in Kalifornien und Butternut (= Juglans cinera) in Nordost-USA und Südost-Kanada. Paldao (Nuss) von den Philippinen stammt von Dracontomelum dao. Walnuss
(Juglans) |
Echte Walnuss
(Juglans regla) Schwarze
Walnuss (Juglans nigra) Butternuss
(Juglans cinerea) Hickory,
Bitternuss (Carya) Weiße
Hickory (Carya alba) Bitternuss
(Carya cordiformis) Kaukasische
Flügelnuss (Pterocarya fraxinifolia) |
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| Baumbeschreibung: | Mittelgroßer Baum, gelegentlich unregelmäßig ausgeformt, mit Durchmessern von 40 bis 80, selten über 100 cm, astfreie Schäfte von höchstens 6 bis 10 m. Amerikanisches Holz ist häufig stärker und länger. Es gibt auch Maserknollen und Wurzelstöcke. |
| Holzbeschreibung: |
Nussbaum
Farbe: Der europäische Nussbaum hat teils einen schmalen, teils einen breiten hellgrauen Splint von 3 bis 7 cm, der beim Dämpfen nachdunkelt. Das Kernholz ist mattbraun bis schwarzbraun, von verschieden breiten dunkleren Adern unregelmäßig durchzogen. Französische Herkünfte neigen teils zu einem leicht rötlichen Schimmer und besonders gleichmäßiger Zeichnung. Amerikanisches Nussholz ist mehr von einheitlicher, violetter oder purpurbrauner Färbung. Sein Splint ist gelblich bis hellgraubraun. Die Färbung aller Arten variiert erheblich und ist stark vom Alter und Standort abhängig. Alle Nusshölzer neigen bei starker Belichtung zum Verbräunen und einer Verminderung der Farbstreifigkeit.
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Struktur: Unterschiedlich deutliche Zuwachszonen, verschieden breit ausgebildet mit dementsprechender Fladerung. Die sehr gleichmäßig verstreuten, meist einzelnen Gefäße im Frühholz sind gröber, mehr oder weniger ringförmig angeordnet und fallen auf dem Längsschnitt als grobe, dunkle Porenrillen mit glitzernden Thyllenausfüllungen auf. Die feinen Holzstrahlen sind durch dunkle Färbung vor allem auf dem Längsschnitt als Spiegel deutlich. Das Speichergewebe zeigt sich erst unter der Lupe auf dem Hirnschnitt als zahlreiche, tangentiale Bändchen. Nussholz ist häufig gestreift, geriegelt oder wolkig. Starke Faserabweichungen sind häufig und führen zu interessanten, figurierten Holzbildern. Beim amerikanischen Nussholz sind die Porenstreifen deutlicher, die Jahrringe können etwas wellenförmiger sein, jedoch kommen Faserabweichungen selten vor. |
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| Eigenschaften: | Europäischer Nussbaum ist hart und schwer, das US-Nussholz ist etwas leichter, noch leichter ist der Kanadische Nussbaum. Stehvermögen befriedigend, mäßig schwindend, wobei das US-Nussholz etwas mehr arbeitet. Nussholz ist mäßig dicht, fest, zäh und biegsam. Fehler: Krümmungen, Kernverlagerungen, Wasserreiser, Faulstellen; Leimalkalien können Gerbsäureflecken bilden. Verbräunen bei starker Belichtung sowie blauschwarze Reaktionsverfärbungen. Bei Black Walnut Flecken als Folge von Spechtschäden. Trocknung: Nussbaum kann als Stamm so lange im Freien liegen bleiben, bis sich die Rinde löst. Nach dem Einschnitt in Schuppen gelagert (langsames Trocknen). Verarbeitung: Vornehmlich Messern und Sägen, gelegentlich auch exzentrisch Schälen. Die Bearbeitung ist leicht und glatt; das Holz ist auch gut zu drechseln. Alle Holzverbindungen durch Leim, Schrauben und Nägel halten gut. Gute, wenn auch langsame Trocknung. Sehr gut mit Beiz- und Politurmitteln zu behandeln. |
| Beständigkeit: | mäßig witterungsfest, europäischer Nussbaum widerstandsfähig gegen Pilzbefall, gegen Insektenbefall mäßig beständig, amerikanischer Nussbaum nicht beständig gegen Pilz und Insektenbefall. |
| Verwendung: | Als dekoratives Furnier im Möbelbau besonders für Schlaf- und Wohnzimmer sowie für Tonmöbel. Als Vollholz besonders für den Korpus in der Klavierfabrikation, für Parkett, Täfelungen, Gewehrschäfte, Drechslereiarbeiten. Eines der wertvollsten und begehrtesten Möbelhölzer, je nach Mode mal mehr streifig, mal als mehr bunte oder geflammte Ware gesucht. Auch Nussbaumsplint wird häufig mitverarbeitet. |
| Daten: |
- Nussbaum (Juglans regia) |
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| - Kurzzeichen nach DIN 4070: | NB | ||
| - Rohdichte bei einer Holzfeuchte von u = 12 bis 15% (r12 - r15) | |||
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- Mittelwerte : |
0,68 g/cm3 | |
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- Grenzwerte : |
0,57 - 0,81 g/cm3 | |
| - Raumdichte (R) Mittelwerte: | k.A. kg/m3 | ||
| - Differenzielles Schwind-/Quellmaß für Bereich u = ~5% bis u = ~20%: | |||
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- Schwindmaß V radial: | 0,18 % je 1% Holzfeuchte-Änderung | |
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- Schwindmaß V tangential: | 0,29 % je 1% Holzfeuchte-Änderung | |
| - Wärmeleitfähigkeit nach DIN 4108: | 0,14 - 0,15 W/(m·K) | ||
| - Mittlere elastische Eigenschaftswerte: | |||
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- Elastizitätsmoduln E: | EII = 12500 N/mm2 | |
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EIr = k.A. N/mm2 | ||
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EIt = k.A. N/mm2 | ||
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- Schubmoduln G: | long/radial = k.A. N/mm2 | |
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long /tangential = k.A. N/mm2 | ||
| - Mittlere Festigkeitswerte ("Bruchfestigkeiten"): | |||
| - Zugfestigkeit ZBII | ZBI : | 100 N/mm2 | 3,5 N/mm2 | ||
| - Druckfestigkeit: | 58 - 72 N/mm2 | ||
| - Quetschgrenze: | 12 N/mm2 | ||
| - Biegefestigkeit: | 119 - 147 N/mm2 | ||
| - Scherfestigkeit: | 7,0 N/mm2 | ||
| - Torsionsfestigkeit: | II30 N/mm2 | I15 N/mm2 | ||
| - Bruchschlagarbeit: | 95 kJ/m2 | ||
| - Biegeschwingungsfestigkeit: | 42 N/mm2 | ||
| - Härte nach Brinell bei 12% HF: | HBII = 70 N/mm2 | ||
| HB┴ = 52 N/mm2 | |||
| - Härte nach Janka bei 12% HF: | HJII = 72 N/mm2 | ||
| HJ┴ = 54 N/mm2 | |||
| Werte beziehen sich auf eine Holzfeuchte von u = ~12%. | |||
Quellenverzeichnis (Grafiken):
Dahms, Klaus Günther:
Das kleine Holzlexikon, (Roto-Fachbibliothek Band 1)
Wegra Verlag GmbH
Tamm 1996, 7. Auflage
Humphries
/ Press / Sutton:
Der Kosmos- Baumführer, Europäische Laub- und Nadelbäume
Kosmos Verlag GmbH
Stuttgart 1990, 4. Auflage [Bei
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Nourney, Vollmer GmbH & Co.
Tabellenbuch Holztechnik
Verlag Europa-Lehrmittel
Haan-Gruiten 1998, 1. Auflage [Bei
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Jürgen Sell
Eigenschaften und Kenngrößen von Holzarten
Baufachverlag Lignum
Schweizerische Arbeitsgemeinschaft 1997, 4. Auflage [Bei
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