Kirschbaum -KB-
Kurzzeichen gem. DIN 4076: Kirschbaum (KB)
Kirschbaum (Prunus avium), Cherry,
Cerisier, Vogelkirsche, Süßkirsche Bilder: Baum und Rinde |
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Familie: Rosaceae Prunus: Kirsch oder Pflaume Süß-Kirsche,
Vogel-Kirsche (Prunus avium) |
Sauer-Kirsche, Weichsel (Prunus cerasus) bis 8 m Höhe, mit kaum entwickeltem Stamm. Ursprünglich wohl in Südwestasien. In Europa in vielen Kulturvarietäten wegen der säuerlichen Früchte angebaut (Schattenmorellen). Stellenweise auch eingebürgert. Sargents-Kirsche (Prunus sargentii) bis 25 m hoch, in Kultur meist wesentlich kleiner. Ursprünglich nur in Nord-Japan. In Europa in Parks und Gärten als Zierbaum gepflanzt, oft auf Prunus avium veredelt. Japanische Kirsche (Prunus serrulata) bis etwa 15m Höhe, meist jedoch kleiner. Sie werden seit langer Zeit vor allem wegen ihrer Blütenpracht gepflanzt. Vermutlich stammen sie von einer chinesischen Art ab, die schon frühzeitig nach Japan eingeführt wurde. Yoshino-Kirsche (Prunus x yedoensis) Der vorigen Art recht ähnlich. Hybride Form aus Ostasien, die gelegentlich in Gärten gepflanzt wird. Gewöhnliche Traubenkirsche (Prunus padus) bis etwa 17 m Höhe. In Europa in feuchten Wäldern und entlang von Flussläufen weit verbreitet. Gelegentlich auch als Zierbaum. Berg-Kirsche (Prunus subhirtella) im Ursprungsgebiet Japan bis 20 m Höhe, in Kultur meist wesentlich kleiner. Wegen der Blütenpracht häufig in Gärten und Parks angepflanzt. Tibet-Kirsche (Prunus serruia) ähnlich wie die vorige Art. Wegen der Schmuckrinde gelegentlich in Parks angepflanzt. Steinweichsel, Felsen-Kirsche (Prunus mahaleb) nicht über 12 m Höhe. In Mittel- und Südeuropa beheimatet. Vor allem an warmen, trockenen, steinigen Standorten. Verschiedene Kulturformen als Ziergehölz angepflanzt. Späte Traubenkirsche (Prunus serotina) bis etwa 30 m Höhe mit kräftigem Stamm. Ursprünglich in Nordamerika. Vielfach als Park- und Zierbaum gepflanzt. Virginische Traubenkirsche (Prunus virginiana) nur bis 5 m hoch. Rinde nicht aromatisch. Nordamerika. Gelegentlich in Parks und Gärten gepflanzt. Portugiesische Lorbeerkirsche (Prunus lusitanica) Strauch oder Baum von 3-8 m Höhe (selten bis 20 m). In Südwestfrankreich, Spanien und Portugal, sonst nur als Zierbaum angepflanzt. Kirschlorbeer (Prunus laurocerasus) bis 8 m Höhe. Ursprünglich auf der östlichen Balkanhalbinsel. Seit dem 16. Jahrhundert in weiten Teilen Europas angepflanzt und stellenweise eingebürgert. Weitere
Arten der Gattung Prunus: |
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| Baumbeschreibung: | Kleine Bäume mit Stämmen bis 5 m astfrei, Durchmesser 30 bis selten 100 cm. |
| Holzbeschreibung: |
Farbe: Der Splint ist schmal und rötlichweißgrau. Der Kern wenig dunkler bis hellrötlichbraun mit etwas gelber Tönung, gelegentlich grünstichig und grünstreifig, zu Orangerotbraun nachdunkelnd. |
Struktur: Die feinen Gefäße sind im Frühholz etwas größer und sehr dichtstehend, halbringförmig angeordnet. Die Frühholzporen bilden eine auffällige, etwas dunklere Fladerung, das dunklere Spätholz bewirkt Längsstreifung. Die Porenrillen sind gelegentlich mit Kernstoffen gefällt und fallen dann als dunkle Linien auf. Deutliche Zuwachszonen. Die zahlreichen, feinen, dichtstehenden Holzstrahlen sind gut als hellglänzende Spiegel sichtbar. Gehobelte Flächen sind schwach glänzend. |
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| Eigenschaften: | Mäßig schwindend, im Splint stärker, mäßig hart, elastisch und fest. Das Holz hat einen angenehmen Geruch. Fehler: Krümmungen, Drehwuchs Trocknung: Die Trocknung verläuft bei sehr vorsichtiger Steuerung ohne Schwierigkeiten, jedoch neigt das Holz zum Werfen. Gedämpftes Kirschholz steht besser. Verarbeitung: Vorwiegend Messern, gelegentlich Sägen. Es ist leicht zu sägen und zu spalten. Lässt sich gut verleimen. Gut zu beizen und zu polieren, durch Alkalien leicht nachzudunkeln. In Berührung mit Metallen leicht verfärbbar. |
| Beständigkeit: | Nicht witterungsfest; anfällig für Pilze und Insekten. |
| Verwendung: | Ausgesprochenes Ausstattungsholz für anspruchsvollen Innenausbau. Als helles, dekoratives Furnier für Möbel zunehmend in Mode gekommen, besonders für gebogene Teile, ferner für Bürsten- und Messergriffe, Galanteriewaren, kunstgewerbliche Gegenstände, Musikinstrumente, Intarsia. |
| Daten: |
- Kirschbaum (Prunus avium) |
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| - Kurzzeichen nach DIN 4070: | KB | ||
| - Rohdichte bei einer Holzfeuchte von u = 12 bis 15% (r12 - r15) | |||
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- Mittelwerte : |
0,60 - 0,63 g/cm3 | |
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- Grenzwerte : |
0,52 - 0,70 g/cm3 | |
| - Raumdichte (R) Mittelwerte: | 491 kg/m3 | ||
| - Differenzielles Schwind-/Quellmaß für Bereich u = ~5% bis u = ~20%: | |||
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- Schwindmaß V radial: | 0,16 - 0,18 % je 1% Holzfeuchte-Änderung | |
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- Schwindmaß V tangential: | 0,26 - 0,30 % je 1% Holzfeuchte-Änderung | |
| - Wärmeleitfähigkeit nach DIN 4108: | k.A. W/(m·K) | ||
| - Mittlere elastische Eigenschaftswerte: | |||
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- Elastizitätsmoduln E: | EII = 10000 N/mm2 | |
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EIr = k.A. N/mm2 | ||
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EIt = k.A. N/mm2 | ||
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- Schubmoduln G: | long/radial = k.A. N/mm2 | |
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long /tangential = k.A. N/mm2 | ||
| - Mittlere Festigkeitswerte ("Bruchfestigkeiten"): | |||
| - Zugfestigkeit ZBII | ZBI : | 98 N/mm2 | k.A. N/mm2 | ||
| - Druckfestigkeit: | 45 - 55 N/mm2 | ||
| - Quetschgrenze: | k.A. N/mm2 | ||
| - Biegefestigkeit: | 85 - 110 N/mm2 | ||
| - Scherfestigkeit: | 14,8 N/mm2 | ||
| - Torsionsfestigkeit: | k.A. N/mm2 | ||
| - Bruchschlagarbeit: | k.A. kJ/m2 | ||
| - Biegeschwingungsfestigkeit: | k.A. N/mm2 | ||
| - Härte nach Brinell bei 12% HF: | HBII = 51 -59 N/mm2 | ||
| HB┴ = 31 N/mm2 | |||
| - Härte nach Janka bei 12% HF: | HJII = 51 N/mm2 | ||
| HJ┴ = k.A. N/mm2 | |||
| Werte beziehen sich auf eine Holzfeuchte von u = ~12%. | |||
Quellenverzeichnis (Grafiken):
Dahms, Klaus Günther:
Das kleine Holzlexikon, (Roto-Fachbibliothek Band 1)
Wegra Verlag GmbH
Tamm 1996, 7. Auflage
Humphries
/ Press / Sutton:
Der Kosmos- Baumführer, Europäische Laub- und Nadelbäume
Kosmos Verlag GmbH
Stuttgart 1990, 4. Auflage [Bei
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Nourney, Vollmer GmbH & Co.
Tabellenbuch Holztechnik
Verlag Europa-Lehrmittel
Haan-Gruiten 1998, 1. Auflage [Bei
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Jürgen Sell
Eigenschaften und Kenngrößen von Holzarten
Baufachverlag Lignum
Schweizerische Arbeitsgemeinschaft 1997, 4. Auflage [Bei
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