Esche
Kurzzeichen gem. DIN 4076: Esche (ES)
Esche
(Fraxinus),
Common Ash, Frêne Commun, White Ash, Frêne d'Amerique,
Amerikanische Weißesche Bilder: Baum und Rinde |
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Familie: Oleaceae Fraxinus
excelsior (europ. und asiatische Herkünfte) Gemeine
Esche (Fraxinus excelsior) |
Einblättrige Esche (Fraxinus excelsior f.
diversifolia) Hängeesche
(Fraxinus excelsior) 'Pendula' Weißesche
(Fraxinus americana) Blumenesche
(Fraxinus ornus) Oregonesche
(Fraxint,is latifolia) Amerikanische
Esche (Fraxinus pennsylvanica) Arizona-Esche
(Fraxinus velutina) |
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| Baumbeschreibung: | In den Wäldern tritt die Esche als typische Mischbaumart meist einzeln oder in kleinen Gruppen auf. Die raschwüchsige Esche kann über 40 Meter hoch und bis zu 250 Jahre alt werden. Im bewirtschafteten Wald wird die Esche wegen ihres wertvollen Holzes auf geeigneten Standorten als Mischbaumart eingesetzt, wo sie dann rasch wächst und mit 80 bis 120 Jahren geerntet wird. Die geraden, weitgehend zylindrisch gewachsenen Bäume weisen auf etwa 15 m astfreie Schäfte mit Durchmessern von 50 bis 80 cm auf. Gelegentlich Maserstämme. |
| Holzbeschreibung: |
Farbe: Bei europäischen und asiatischen Herkünften sind das frische Splint- und Kernholz zunächst sehr ähnlich von weißrötlicher bis blassgrauer Färbung, die auch häufig mehr zu gelblich-weißgrau übergehen kann. Der Splint ist sehr breit und bei zunehmender Austrocknung meist heller weißlich. Die Kernholzfarbe kann jedoch erhebliche Abweichungen im Sinne einer späteren hellbraunen Färbung aufweisen, besonders bei der sogenannten Olivesche mit einem bräunlich bis olivbraun gestreiften, aber wolkigen Farbton. Hingegen ist das amerikanische Weißeschenholz einheitlich hellfarbiger. Gehobelte Flächen mattglänzend. |
Struktur: Grob- und ringporiges Holz, stark ausgeprägte Jahrringe, weil im Spätholz die Gefäße sehr klein werden. Durch die deutlichen Porenrillen der Frühholzzone entstehen auf den Längsschnitten markante Streiferzeichnungen oder Fladerung. Die Spätholzporen sind unregelmäßig von Speicherzellen umgeben, die an der Jahrringgrenze bandartig ausgezogen sind. Es können auch von der Fladerung unabhängig unregelmäßige, verschieden braungetönte, streifige, fleckige, wolkige, marmorierte Holzbilder entstehen. Eine besondere, aber seltenere Wuchseigenschaft ist eine deutliche Riegelung, die durch welligen Faserverlauf entsteht. |
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| Eigenschaften: | Starke, vom Wuchsstandort abhängige Gewichtsschwankungen. Hartes, festes, langfaseriges, zähes Holz, schwindet mäßig, gutes Stehvermögen. Lässt sich schwer spalten. Hohe Elastizität und hervorragende dynamische Festigkeitseigenschaften erlauben seine Einordnung gleich nach dem Hickory. Kein Unterschied der mechanischen Eigenschaften zwischen braunkernigem und kernfreiem Material. Eigenartiger, aromatischer, süßlicher Geruch. Fehler: Große Schwankungen in Gewicht und Farbe. Bei Amerikanischen Weißeschen sogenannter "Glaswurm" im Innern, welcher jedoch kein Insektenschaden ist, sondern die Folge einer Strangulierung des Kambiums durch Schlingpflanzen. Die Farbe neigt zum Vergilben. Trocknung: Esche stapelt man zunächst im Freien. Die Hirnenden sind zu schützen. Regenwasser spült die Gerbsäure aus und macht das Holz milder und spannungsfreier. Bleibt aber Wasser im Stapel stehen, bilden sich braune Flecken (Lohflecken). Nach etwa einem Jahr muss das Holz in einem gedeckten, luftigen Schuppen gelagert werden Verarbeitung: Vornehmlich Sägen, farblich und dekorativ besonders gezeichnete Stücke werden gemessert. Die Verarbeitung ist mit allen üblichen Maschinen und Handwerkzeug bedingt gut durchführbar. Herkunftsunterschiede von leichtem bis sehr groben und schwerem Holz machen sich entsprechend bemerkbar. Leichtes Holz neigt beim Hobeln zum Ausreißen. Die Kammertrocknung verläuft gut, jedoch langsam und ohne besonderes Verformen und Verziehen. Die Oberflächenbehandlung bereitet mit den meisten Mitteln keine Schwierigkeiten. Auch mit deckenden Oberflächenmaterialien ist die Holzstruktur erkennbar. Dieser Effekt wird oft genutzt. |
| Beständigkeit: | Gering witterungsfest, nicht beständig gegen Pilz- und Insektenbefall, neigt zu Verfärbungen. |
| Verwendung: | Als Vollholz für hochwertige Ansprüche, wo es besonders auf dynamische Festigkeit und Elastizität ankommt, wie z. B. für Sportgeräte, Stiele, Wagnerarbeiten, Waggonbau, beanspruchte Konstruktionen u. ä. Als Furnier, sofern milde und farbrein mit engen Jahrringen, für dekorative Verwendungen sehr begehrt im Innenausbau und für Möbel; die braunkernige "Olivesche" besonders für Küchenmöbel. Die Amerikanische Weißesche findet zunehmend Verwendung in der Schlafzimmerfertigung. Auch Maserfurniere werden erzeugt. |
| Daten: |
- Esche (Fraxinus excelsior) |
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| - Kurzzeichen nach DIN 4070: | ES | ||
| - Rohdichte bei einer Holzfeuchte von u = 12 bis 15% (r12 - r15) | |||
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- Mittelwerte : |
0,69 g/cm3 | |
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- Grenzwerte : |
0,45 - 0,86 g/cm3 | |
| - Raumdichte (R) Mittelwerte: | 568 kg/m3 | ||
| - Differenzielles Schwind-/Quellmaß für Bereich u = ~5% bis u = ~20%: | |||
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- Schwindmaß V radial: | 0,21 % je 1% Holzfeuchte-Änderung | |
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- Schwindmaß V tangential: | 0,38 % je 1% Holzfeuchte-Änderung | |
| - Wärmeleitfähigkeit nach DIN 4108: | 0,17 W/(m·K) | ||
| - Mittlere elastische Eigenschaftswerte: | |||
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- Elastizitätsmoduln E: | EII = 13000 N/mm2 | |
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EIr = 1500 N/mm2 | ||
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EIt = 820 N/mm2 | ||
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- Schubmoduln G: | long/radial = 880 N/mm2 | |
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long /tangential = 620 N/mm2 | ||
| - Mittlere Festigkeitswerte ("Bruchfestigkeiten"): | |||
| - Zugfestigkeit ZBII | ZBI : | 130 - 165 N/mm2 | 7,0 N/mm2 | ||
| - Druckfestigkeit: | 44 - 52 N/mm2 | ||
| - Quetschgrenze: | 11 N/mm2 | ||
| - Biegefestigkeit: | 102 - 120 N/mm2 | ||
| - Scherfestigkeit: | 12,8 N/mm2 | ||
| - Torsionsfestigkeit: | II18,6 N/mm2 | I16 N/mm2 | ||
| - Bruchschlagarbeit: | 68 kJ/m2 | ||
| - Biegeschwingungsfestigkeit: | 36 N/mm2 | ||
| - Härte nach Brinell bei 12% HF: | HBII = 65 N/mm2 | ||
| HB┴ = 37 - 41 N/mm2 | |||
| - Härte nach Janka bei 12% HF: | HJII = 76 N/mm2 | ||
| HJ┴ = 40 - 61 N/mm2 | |||
| Werte beziehen sich auf eine Holzfeuchte von u = ~12%. | |||
Quellenverzeichnis (Grafiken):
Dahms, Klaus Günther:
Das kleine Holzlexikon, (Roto-Fachbibliothek Band 1)
Wegra Verlag GmbH
Tamm 1996, 7. Auflage
Humphries
/ Press / Sutton:
Der Kosmos- Baumführer, Europäische Laub- und Nadelbäume
Kosmos Verlag GmbH
Stuttgart 1990, 4. Auflage [Bei
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Nourney, Vollmer GmbH & Co.
Tabellenbuch Holztechnik
Verlag Europa-Lehrmittel
Haan-Gruiten 1998, 1. Auflage [Bei
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Jürgen Sell
Eigenschaften und Kenngrößen von Holzarten
Baufachverlag Lignum
Schweizerische Arbeitsgemeinschaft 1997, 4. Auflage [Bei
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