Ahorn
Kurzzeichen gem. DIN 4076: Ahorn (AH)
Ahorn,
(Acer), Maple, Erable, Riegelahorn Bilder Bergahorn: Baum und Rinde |
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Bergahorn |
Familie: Aceraceae Berg-Ahorn
(Acer pseudoplatanus) |
Feldahorn |
Feld-Ahorn
- Maßholder (Acer campestre) |
Spitzahorn |
Spitz-Ahorn
(Acer platanoides) |
| Weitere Arten: Zuckerahorn (Acer
saccharum) Zierbaum in Gärten, Parks und an Straßen, als Holz- und Zuckerlieferant
in Forsten. Baumhöhen bis 40 m. Heimisch im ganzen Osten Nordamerikas weitverbreitet bis
an den Mississippi nach Westen reichend. |
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| Baumbeschreibung: | Der Ahorn wächst in der Jugend sehr schnell und kann auf guten Standorten Höhen von über 30 m erreichen. Er hat meist recht gerade und zylindrisch ausgeformte Stämme, die bis zu 15 m astfrei sein können. Durchmessern von 60 bis 100 cm. Ein Bergahorn kann bis zu 500 Jahre alt werden. Beim Spitzahorn ist dagegen das Höchstalter schon mit etwa 150 Jahren erreicht. Als Wuchsanomalien können am Stammfuß und an den Wurzelpartien Maserknollen entstehen, insbesondere beim Feldahorn und beim Oregonahorn (Acer macrophyllum) aus Nordamerika (Pazifikküste). |
| Holzbeschreibung: |
Farbe: Der Bergahorn (Splintholzbaum), dessen Splint über den ganzen Querschnitt reicht, ist fast rein weiß, der Spitzahorn (Splintholzbaum) etwas gelblich getönt bis schwach grau und der Feldahorn (Reifholzbaum) selten weiß, fast immer etwas rötlich getönt. Als Alterserscheinung zeigt Ahorn ein deutliches Vergilben. Splint- und Kernholz unterscheiden sich kaum, jedoch kann bei starken, älteren Bergahornstämmen der Kern von schwarzbraunen Streifen durchzogen sein. Ahornholz ist glänzend. |
Struktur: Die sehr feinen, zerstreuten Poren sind als Porenrillen nur auf sehr sauber gehobelten, ungeschliffenen Flächen noch erkennbar. Die ziemlich breiten und dicht gestellten Holzstrahlen beeinflussen, besonders beim Bergahorn, als rötliche, seidenglänzende Spiegel das Holzbild; beim Riegelahorn erscheinen die Holzstrahlen als Längsbänder. Maserfurniere aus den Knollen können die verschiedensten Zeichnungen haben. Die Jahrringzonen sind durch das als feines Band dunkel erscheinende Spätholz erkennbar; sie bilden besonders beim Feldahorn eine tangentiale, auffallende Fladerung; beim Bergahorn bewirken feine, dunklere Spätholzbänder eine Streifen- bzw. Fladerbildung. Die Jahrringgrenze ist beim Spitzahorn dunkler als beim Bergahorn und bei alten Bäumen feinwellig. Ahorn ist ein sehr homogenes, häufig grob bis sehr fein geflammtes oder geriegeltes, dichtes Holz. |
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| Eigenschaften: | Das Holz ist mäßig hart, mittelschwer, fest, elastisch und zäh, schwindet mäßig, ist langsam zu trockenen, neigt zum Reißen, hat ein gutes Stehvermögen und ist gut zu bearbeiten. Fehler: Verfärbungen; Drehwuchs. Trocknung: Ahorn behält seine weiße Farbe nur bei anfangs stehender Trocknung im Schuppen. Die Bretter sind auf den Kopf zu stellen (Zopfstapelung), damit die im Stammende größere Wassermenge rascher verdunsten kann. Sobald die Bretter rund werden, muss waagerecht gestapelt und halbjährlich umgestapelt werden. Verarbeitung: Hochwertige Furnierqualitäten werden eingemessert, sonst gesägt. Jedoch verlangt schon das Rundholz und danach auch die Schnittware eine besonders sorgfältige Holzpflege. Das Schnittholz ist leicht und sauber zu bearbeiten, besonders auch gut zu drechseln und zu schnitzen. Die Oberflächenbehandlung ist vielseitig, mit allen üblichen Mitteln sehr gut möglich, besonders auch zu zarten Farbtönen zu beizen und zu färben sowie zur Imitation anderer Hölzer durchzufärben, z. B. Ebenholz. |
| Beständigkeit: | nicht witterungsfest, es wird leicht von Pilzen befallen; neigt zu Verfärbungen und Drehwuchs. Bei falscher Trocknung blaustreifig. |
| Verwendung: | Ahorn-Messerfurniere waren zeitweilig sehr für helle Schlafzimmer- und Wohnzimmermöbel gefragt; dekoratives Ausstattungsholz, besonders begehrt sind Berg- und Spitzahorn. Als Vollholz für Drechselarbeiten, besonders Spitzahorn, Küchengeräte, Tischplatten. Besondere Qualitäten des Bergahorns mit engem und welligem Jahrringverlauf bei geringer Spätholzausbildung als Klangholz im Geigenbau, für Parkett, Schuhleisten; Feldahorn für Axtstiele. Die Vogelaugenmaser ist ein Schälfurnier, das bei welligem Faserverlauf mit zahlreichen kleinen Stiftästen durchsetzt ist und vom nordamerikanischen Zuckerahorn (Acer sacharum) stammt. Der eschenblättrige Ahorn (Acer negundo) kann eine besonders intensive Riegelstruktur zeigen, ist jedoch technologisch weniger gut. Aus den West-USA kommende Maserknollen von Acer macrophyllum werden zunehmend importiert und durch besonderes Schälen zu Furnieren aufgearbeitet. |
| Daten: |
- Bergahorn (Acer pseudoplatanus) |
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| - Kurzzeichen nach DIN 4070: | AH | ||
| - Rohdichte bei einer Holzfeuchte von u = 12 bis 15% (r12 - r15) | |||
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- Mittelwerte: |
0,61 - 0,63 g/cm3 | |
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- Grenzwerte: |
0,53 - 0,79 g/cm3 | |
| - Raumdichte (R) Mittelwerte: | 520 - 532 kg/m3 | ||
| - Differenzielles Schwind-/Quellmaß für Bereich u = ~5% bis u = ~20%: | |||
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- Schwindmaß V radial: | 0,10 - 0,20 % je 1% Holzfeuchte-Änderung | |
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- Schwindmaß V tangential: | 0,22 - 0,30 % je 1% Holzfeuchte-Änderung | |
| - Wärmeleitfähigkeit nach DIN 4108: | 0,16 - 0,18 W/(m·K) | ||
| - Mittlere elastische Eigenschaftswerte: | |||
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- Elastizitätsmoduln E: | EII = 9400 - 11400 N/mm2 | |
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EIr = 1500 N/mm2 | ||
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EIt = 890 N/mm2 | ||
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- Schubmoduln G: | long/radial = 1240 N/mm2 | |
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long /tangential = 1120 N/mm2 | ||
| - Mittlere Festigkeitswerte ("Bruchfestigkeiten"): | |||
| - Zugfestigkeit ZBII | ZBI : | 82 - 144 N/mm2 | - N/mm2 | ||
| - Druckfestigkeit: | 49 - 58 N/mm2 | ||
| - Quetschgrenze: | k.A. N/mm2 | ||
| - Biegefestigkeit: | 95 - 112 N/mm2 | ||
| - Scherfestigkeit: | 9,0 - 10,7 N/mm2 | ||
| - Torsionsfestigkeit: | 26 N/mm2 | ||
| - Bruchschlagarbeit: | 62 - 65 kJ/m2 | ||
| - Biegeschwingungsfestigkeit: | k.A. N/mm2 | ||
| - Härte nach Brinell bei 12% HF: | HBII = 62 N/mm2 | ||
| HB┴ = 27 N/mm2 | |||
| - Härte nach Janka bei 12% HF: | HJII = 67 N/mm2 | ||
| HJ┴ = 52 N/mm2 | |||
| Werte beziehen sich auf eine Holzfeuchte von u = ~12%. | |||
| Daten: |
- Spitzahorn (Acer platanoides) |
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| - Kurzzeichen nach DIN 4070: | AH | ||
| - Rohdichte bei einer Holzfeuchte von u = 12 bis 15% (r12 - r15) | |||
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- Mittelwerte : |
0,66 g/cm3 | |
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|
- Grenzwerte : |
0,56 - 0,81 g/cm3 | |
| - Raumdichte (R) Mittelwerte: | 520 - 532 kg/m3 | ||
| - Differenzielles Schwind-/Quellmaß für Bereich u = ~5% bis u = ~20%: | |||
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|
- Schwindmaß V radial: | k.A. % je 1% Holzfeuchte-Änderung | |
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- Schwindmaß V tangential: | k.A. % je 1% Holzfeuchte-Änderung | |
| - Wärmeleitfähigkeit nach DIN 4108: | 0,14 W/(m·K) | ||
| - Mittlere elastische Eigenschaftswerte: | |||
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- Elastizitätsmoduln E: | EII = 11300 - 12000 N/mm2 | |
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|
EIr = k.A. N/mm2 | ||
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EIt = k.A. N/mm2 | ||
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- Schubmoduln G: | long/radial = k.A. N/mm2 | |
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|
long /tangential = k.A. N/mm2 | ||
| - Mittlere Festigkeitswerte ("Bruchfestigkeiten"): | |||
| - Zugfestigkeit ZBII | ZBI : | 100 - 155 N/mm2 | 3,5 N/mm2 | ||
| - Druckfestigkeit: | 59 - 62 N/mm2 | ||
| - Quetschgrenze: | 10 N/mm2 | ||
| - Biegefestigkeit: | 114 - 137 N/mm2 | ||
| - Scherfestigkeit: | 9,0 - 12,4 N/mm2 | ||
| - Torsionsfestigkeit: | 26 N/mm2 | ||
| - Bruchschlagarbeit: | 65 - 68 kJ/m2 | ||
| - Biegeschwingungsfestigkeit: | k.A. N/mm2 | ||
| - Härte nach Brinell bei 12% HF: | HBII = 62 N/mm2 | ||
| HBI = 29 N/mm2 | |||
| - Härte nach Janka bei 12% HF: | HJII = 75 - 78 N/mm2 | ||
| HJI = 52 N/mm2 | |||
| Werte beziehen sich auf eine Holzfeuchte von u = ~12%. | |||
Quellenverzeichnis (Grafiken):
Dahms, Klaus Günther:
Das kleine Holzlexikon, (Roto-Fachbibliothek Band 1)
Wegra Verlag GmbH
Tamm 1996, 7. Auflage
Humphries
/ Press / Sutton:
Der Kosmos- Baumführer, Europäische Laub- und Nadelbäume
Kosmos Verlag GmbH
Stuttgart 1990, 4. Auflage [Bei
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Nourney, Vollmer GmbH & Co.
Tabellenbuch Holztechnik
Verlag Europa-Lehrmittel
Haan-Gruiten 1998, 1. Auflage [Bei
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Jürgen Sell
Eigenschaften und Kenngrößen von Holzarten
Baufachverlag Lignum
Schweizerische Arbeitsgemeinschaft 1997, 4. Auflage [Bei
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