Palisander
Jacaranda
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1) weitere wichtige Dalbergra-Arten siehe „Anmerkungen". 2) Kurzzeichen nach DIN 4076/1 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Beschreibung | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Stammform | Nach Art und Herkunft überwiegend kleine, vereinzelt auch mittelgroße und oft spannrückige Stämme mit astfreien Längen von 2,5 bis 7 m und Durchmessern von 25 cm bis 60 cm, selten auch darüber; starke Stämme häufig mit Kernfäule und Kernrissen. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Farbe und Struktur des Holzes |
Splint 2 bis 5 cm breit, weiß bis gelblichgrau und scharf abgesetzt, Kernholz gelblichbraun bis rötlichviolett, oft innerhalb einer Art oder auch schon eines Stammes wechselnd. Alle Palisander/Jacarandä-HÖlzer sind in meist unregelmäßigen Abständen durch dunkelbraune oder purpurviolette, violette bis schwarze, oft wellig verlaufende Zonen gekennzeichnet. Sie ergeben auf den Längsschnitten auffällige Fladern und Streifen, fast regelmäßig bei Ostindisch P, teils mit Abweichungen, wie z. B. durch „Ohren" bei Rio P. und Santos R Bei verschiedenen Arten ist das durch starke Belichtung einsetzende Bleichen bzw. Verfärben nachteilig, so z. B. bei Sisso P. Die Poren sind überwiegend grob, zerstreut, mit dunklen Kernstoffen angefüllt und meist nicht häufig, wie z. B. bei Rio R; mittelgroße und zahlreiche Poren kennzeichnen u. a. den Santos P. Die Holzstrahlen aller Arten sind fein und nur auf glatten Tangentialflächen durch ihre stockwerkartige Anordnung erkennbar. Die Speicherzellen beeinflussen durch feine, helle Fladern nur schwach das Holzbild weniger Arten, wie z. B. bei Siam P. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Abweichungen | Das Holzbild kann durch eine ungleichmäßige Verteilung der Farbstreifen stark verändert sein, so durch breite streifenlose „blinde" Partien oder durch eine so enge Streifung, daß fast schwarze Flächen entstehen. Vereinzelt, häufiger bei Ostindisch P, können in Spalten stark stumpfende, mineralische Einlagerungen vorkommen. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Handelsformen |
Deckfurniere, gemessert (auch geviertelt) Rohlinge (Halbfabrikate) Rundholz (nur wenige Arten, da weitgehend Exportverbot) | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Daten | |
| Gewicht | |
| - ungetrocknet (Rundholz) |
ca. 1000-1300 kg/cm³ |
| - darrtrocken | ca. 0,8-1,0 g/cm³ |
| Druckfestigkeit (lufttrocken) | ca. 60-80 N/mm² |
| Biegefestigkeit (lufttrocken) | ca. 110-150 kp/mm² |
| Eigenschaften |
Die Palisander/Jacarandá-Hölzer sind schwer und besitzen Festigkeitseigenschaften, die anderen schweren Hölzern, wie z. B. Wenge, weitgehend entsprechen. Die Bearbeitung des frischen und auch des trockenen Holzes ist mit erhöhtem Kraftaufwand bei den weniger schweren Arten, wie dem Rio P., gut durchführbar; bei den härteren Arten, wie bei Amazonas P., kommt es häufig zum Ausreißen und zur Rißbildung. Die Trocknung ist vorsichtig zu steuern, wobei die Hirnflächen gegen Rißbildung zu schützen sind. Das Stehvermögen ist bei stärkeren Durchmessern aufgrund der meist niedrigen Schwindungswerte und einer sehr trägen Wasseraufnahme überwiegend gut. -Das Kernholz aller Palisander-Arten ist gegen Pilzbefall besonders widerstandsfähig (entspricht Resistenzklasse 1(-2) nach EN 350-2). Viele Palisander/Jacaran-dä Hölzer besitzen auch im trockenen Zustand einen deutlichen Geruch, der im englischen Sprachgebiet zu der Bezeichnung „Rosewood" führte; so riechen z. B. Rio P. mandelartig süßlich und der Ostindisch P. scharf aromatisch. - Aufgrund bestimmter Inhaltsstoffe kann es, besonders bei schlechter Entstaubung, während der Verarbeitung, zu Allergien kommen. |
| Oberflächenbehandlung |
Palisander/Jacarandá-Hölzer sind vor der Behandlung, um Verfärbungen und Trocknungsschwierigkeiten zu vermeiden, mit einem Isolier-Haftgrund vorzubereiten. Für die weitere Behandlung haben sich, nach entsprechendem Zwischenschliff, Nitro- und DD-Lacke bewährt. - Beim Einsatz neuerTechniken und bisher noch nicht verwendeter Materialien wird die Herstellung möglichst zahlreicher Probestücke und eine längere Beobachtung bei unterschiedlichen Belichtungen empfohlen. |
| Verwendungsbereiche |
Palisander/Jacarandá-Hölzer werden, außer den extrem harten Arten, wegen des
Aussehens und aus Gründen der Wirtschaftlichkeit zur Herstellung dekorativer
Furniere verwendet: so für hochwertige Möbel, Vertäfelungen, Gehäuse und
Kästen. |
| Austauschhölzer |
Hölzer verschiedener Gattungen mit ähnlicher Färbung, Steifigkeit und hoher Härte, wie Makassar Ebenholz (Diospyros celebica), Goncalo Alves (Astronium graveolens) und Bubinga (Guibouriia tessmannii u. a.) sowie überwiegend bräunliche Hölzer der Gattung Coria. |
| Anmerkungen |
In der Struktur und Grundfarbe - aber nicht durch Steifung - können Hölzer
der nahe verwandten Gattung Pterocarpus (Padouk) und solche der Gattung Swartzia
(Pau Rosa) dem Palisander/Jacarandä ähnlich sein. - Die englische Bezeichnung
„Rosewood" sollte nicht übersetzt werden, da der deutsche Begriff „Rosenholz"
sich auf andere Arten bezieht (Bahia Rosenholz = Dalbergia decipularis). - Die
Bezeichnung Jacarandä" als Holzname wird häufig mit der botanischen Gattung
Jacarandá verwechselt, deren Hölzer leicht und hellfarbig und ohne besonderen
Wert sind. |
| Literatur |
Gottwald, H.: Handelshölzer. Ferdinand Holzmann-Verlag, Hamburg,
1958. |
Quellenverzeichnis:
Mit freundlicher Genehmigung
des
Gesamtverbands Deutscher Holzhandel e.V. (GDHolz) / AAHolz GmbH
www.holzhandel.de
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