Workshop - Schneiden schmaler Leisten mit der Besäumhilfe

Besäumhilfe - eine rationelle und sichere Arbeitsweise beim Schneiden schmaler Leisten

Das Schneiden schmaler Leisten erweist sich nach wie vor als ein recht gefährliches Unterfangen. Besäumniederhalter und Besäumhilfe bringen viel mehr Sicherheit und sparen Zeit.

Obwohl das Unfallgeschehen an Tisch- und Formatkreissägen in den letzten Jahren stark rückläufig ist, ereignen sich an der häufig benutzten Maschine immer noch viel zu viele Unfälle, zum Beispiel beim Schneiden von Leisten unter 30 mm Breite.
So nicht!

Folgende Unfallursachen sind dabei immer wieder festzustellen:

  • Der Parallelanschlag ist hochgestellt und verhindert wegen der geringen Breite der zu schneidenden Leisten ein Absenken der Schutzhaube auf das Werkstück.
  • Der Einsatz des Schiebestockes ist nicht möglich, weil er nicht zwischen Schutzhaube und Parallelanschlag geführt werden kann.
  • Ein Schiebeholz zum Vorschieben des Werkstückes wird nicht benützt, weil der Umgang mit dieser Vorrichtung als umständlich und unrationell empfunden wird.

Mit der Besäumhilfe, die schon in vielen Betrieben beim Besäumen schmaler Werkstücke zum Einsatz kommt, ist auch dieser Arbeitsgang sicher und rationell möglich.

Werkstück am flachen, vor das Sägeblatt zurückgezogenen Anschlag anlegen und vorschieben (Schutzhaube aus Darstellungs gründen angehoben) Linke Hand am Schiebetisch, rechte Hand an der Besäumhilfe

 

Dabei ist folgendes zu beachten:

  • Damit die Schutzhaube auf Werkstückdicke eingestellt werden kann, ist die niedrige Führungsfläche des Parallelanschlages zu verwenden.
  • Das Werkstück wird zur Fixierung der gewünschten Breite am Parallelanschlag angelegt und auf dem Schiebetisch zwischen Besäumniederhalter und Besäumhilfe festgeklemmt.
  • Damit das Werkstück nicht zwischen Sägeblatt und Parallelanschlag eingeklemmt und zurückgeschleudert wird, muss das Anschlaglineal bis vor das Sägeblatt zurückgezogen werden. Ein "Verlaufen" des Werkstückes ist nicht möglich, da es bei der Bearbeitung zwischen Besäumniederhalter und Besäumhilfe geführt wird.
  • Beim Vorschieben bleibt die linke Hand am Schiebetisch, die rechte Hand führt die Besäumhilfe. Nach dem Schnitt liegt das Werkstück frei auf dem Maschinentisch und kann weggenommen werden.
Werkstück muss nach dem Sägen freiliegen (Schutzhaube aus Darstellungsgründen angehoben) Die Spitzen in der Besäumhilfe erleichtern das Festhalten des Werkstücks

 

Diese Arbeitsweise ist sicher und spart gegenüber den herkömmlichen Techniken bis zu 30 Prozent Zeit.

© Theo Schwab, Holz-Berufsgenossenschaft

 


 

Quellenverzeichnis (Grafiken):

Berufsgenossenschaft Holz und Metall (BGHM)
Berufsgenossenschaft Holz und Metall (BGHM), 55124 Mainz