TISCHBANDSÄGE

Bau und Ausführung

  1. Bandsägerollen

  2. abwärtslaufender Teil des Sägeblattes

  3. obere Sägeblattführung

  4. untere Sägeblattführung

  5. Verstellung der oberen Sägeblattführung

  6. Verrkleidung der Bandsägerollen

  7. verstellbare Verdeckung des Sägeblattes

  8. Tischeinlage

  9. Parallelanschlag

  10. Absaugstutzen

  11. Befestigungsschiene für Tischvergrößerung

  12. Spannvorrichtung für das Bandsägeblatt

  13. Neigungsverstellung der oberen Bandsägerolle

 

 

Die sicherheitsgerechte Gestaltung von Tischbandsägemaschinen ist stark abhängig vom Herstellungsjahr der Maschine. Die technische Weiterentwicklung in den vergangenen Jahren und die Angleichung im europäischen Raum hat auch zu unterschiedlichen Sicherheitsanforderungen geführt.


Bandsägeblatt - Bandagen – Sägeblattführung - Tischeinlage

  • Die Dicke des Bandsägeblattes soll etwa 1/1000 des Rollendurchmessers betragen. Bei zu dicken Bandsägeblättern besteht Bruchgefahr.
  • Nur scharfe, rissfreie und ausreichend geschränkte Bandsägeblatter verwenden.
  • Eine gleichmäßige Schränkung des Bandsägeblattes gewährleistet einen einwandfreien Schnitt. Das Bandsägeblatt soll so geschränkt sein, dass sich die Zähne gerade noch überdecken. Eine zu enge Schränkung hat ein Verklemmen und Erhitzen des Bandsägeblattes beim Schneiden zur Folge.
  • Der Bandsägeblattlauf (Position des Sägeblattes) wird bei zurückgestellten Sägeblattführungen eingerichtet, üblicherweise mit der Neigungsverstellung der oberen Bandsägerolle. Dabei werden die Bandsägerollen nur von Hand gedreht.
  • Bei Bandsägerollen mit balligen Bandagen soll das Bandsägeblatt mittig auf der Rolle laufen. (siehe rechts) Bei Bandagen mit gerader Oberfläche soll die Bandsägerolle entsprechend der Herstellerangabe eingestellt werden.
  • Die Tischeinlage muss mit der Tischoberfläche bündig sein. Der Einschnitt für das Bandsägeblatt ist möglichst eng zu halten. Verschlissene Tischeinlagen erneuern. Zur Verbesserung der Absaugwirkung ist die Tischeinlage mit Löchern zu versehen.
  • Bei der Einstellung der Sägeblattführung sind die Seitenführungen bis knapp an den Zahngrund des Bandsägeblattes heranzustellen. Die Rückenrolle muss so eingestellt werden, dass sie sich nur bei belastetem Bandsägeblatt mitdreht.


Gerade Schnitte - Auftrennen

Obere Sägeblattführung knapp über Werkstückdicke einstellen.
Einstellung der Sägeblattführung nur bei stillgesetztem Bandsägeblatt vornehmen, sofern keine mechanische Verstelleinrichtung vorhanden ist.

Auftrennen langer Werkstücke: Zum Vorschub die Hände mit geschlossenen Fingern außerhalb der Schnittebene flach auf das Werkstück legen. Abkippen des Werkstückes durch Anbringen einer Tischverlängerung verhindern.
Auftrennen hochkant stehender Werkstücke: Parallelanschlag einstellen und gegebenenfalls nach der Schnittebene ausrichten.

Lange Werkstücke mit Anlagewinkel gegen den Anschlag drücken.
Bei kurzen Werkstücken eine Zuführhilfe (z.B. Schiebelade) verwenden.

Beim Schneiden nach Riss ein Kippen des Werkstückes durch einen Anlagewinkel verhindern.

Gerade Schnitte - Querschneiden

Beim Vorschieben die Schnittfuge nicht zusammendrücken, um ein Klemmen und Reißen des Bandsägeblattes zu vermeiden
Beim Querschneiden hochkant stehender Werkstücke, z. B. beim Absetzen von Zapfen, ein Kippen des Werkstückes durch einen Anlagewinkel verhindern.
Lange Werkstücke können auch am Ständer angelegt werden.

Herstellen geschweifter Werkstücke - Herstellen von Keilen

  • Für kleine Krümmungsradien ein schmales Bandsägeblatt verwenden.
  • Zum Vorschub die Hände mit geschlossenen Fingern außerhalb der Schnittebene flach auf das Werkstück legen
  • Während des Schneidens gleichmäßig und bei kleinen Krümmungsradien langsam vorschieben. Beim Zurückziehen in der Schnittfuge besteht die Gefahr, dass das Bandsägeblatt abspringt und reißt.
  • Bei langen oder sperrigen Werkstücken für eine gute Werkstückauflage sorgen, zum Beispiel durch eine Tischverbreiterung.
  • Zum Schneiden von Keilen eine Keilschneidlade verwenden.
  • Das auf die entsprechende Länge der Keile geschnittene Holz in die Keilschneidlade einlegen.
  • Die Vorrichtung am Parallelanschlag führen, bis sich der geschnittene Keil hinter dem Bandsägeblatt befindet.
  • Nach dem Zurückziehen der Keilschneidlade das Restwerkstück vor jedem neuen Schnitt wenden, damit Keile aus Längsholz entstehen.

 

 


 

Quellenverzeichnis (Grafiken):

Holz BG